Tippgeschwindigkeit: Was ist ein guter Wert?
Gizke-Team · Veröffentlicht · Lesezeit: 2 Minuten
Die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit liegt bei etwa 52 Wörtern pro Minute: Diesen Mittelwert ermittelte eine Studie mit 168.960 Personen (Dhakal u. a., Aalto-Universität, 2018). Einen offiziellen „guten“ Wert gibt es nicht; ein sinnvoller Maßstab ist, ob Sie über diesem Durchschnitt liegen und Ihre Genauigkeit hoch bleibt. Ihren eigenen Wert erfahren Sie mit dem kostenlosen Gizke-Tipptest: Er läuft im Browser und zeigt nach dem Ende sofort WPM, Roh-WPM und Genauigkeit.
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Worauf der Durchschnitt von 52 WPM beruht
Die Zahl stammt aus „Observations on Typing from 136 Million Keystrokes“, einem Paper von Forschenden der Aalto-Universität und der University of Cambridge, vorgestellt auf der Konferenz CHI 2018 (doi:10.1145/3173574.3174220). Ausgewertet wurden Tipptests von 168.960 Freiwilligen, die englische Sätze auf einer physischen Tastatur abtippten. Der Mittelwert lag bei 51,56 WPM.
Zwei Punkte sollten Sie beim Vergleich beachten:
- Es ist ein Durchschnitt, kein Ziel. Ob eine Geschwindigkeit „gut“ ist, hängt davon ab, wofür Sie sie brauchen.
- Die Stichprobe war selbst gewählt. Wer freiwillig einen Online-Tipptest macht, tippt vielleicht mehr als der Durchschnitt; die Gesamtbevölkerung könnte etwas langsamer sein.
Verlangt eine Stellenanzeige oder Prüfung eine bestimmte Geschwindigkeit, zählt diese Vorgabe: Fragen Sie nach, wie getestet wird (Dauer, ob Fehler abgezogen werden), und üben Sie unter denselben Bedingungen. Viele Angaben im deutschsprachigen Raum nennen Anschläge pro Minute; ein Wort entspricht dabei fünf Anschlägen.
So werden WPM und Genauigkeit berechnet
Tipptests zählen keine echten Wörter, sonst wären „ja“ und „Donaudampfschifffahrt“ gleich viel wert. Stattdessen gilt:
- Ein Wort = fünf Zeichen, Leerzeichen eingeschlossen. 250 richtige Zeichen in einer Minute sind 50 WPM.
- WPM zählt im Gizke-Test nur richtig getippte Wörter und das Leerzeichen danach – Fehler kosten also Tempo.
- Roh-WPM zählt alles, was Sie getippt haben, Fehler eingeschlossen. Eine große Lücke zwischen Roh-WPM und WPM heißt: Fehler bremsen Sie aus.
- Genauigkeit ist die Zahl richtiger Anschläge geteilt durch alle Anschläge. Ein mit der Rücktaste korrigierter Fehler zählt trotzdem.
- ZPM (Zeichen pro Minute) wird ebenfalls angezeigt und ist die Hauptkennzahl für Chinesisch und Japanisch, wo ein „Wort“ nur ein oder zwei Zeichen lang ist.
So machen Sie den Test
- Öffnen Sie den Tipptest und wählen Sie einen Modus: einen Timer mit 15, 30, 60 oder 120 Sekunden oder eine feste Wortzahl.
- Schalten Sie Satzzeichen ein, wenn der Text wie echtes Schreiben Großbuchstaben und Satzzeichen enthalten soll.
- Fangen Sie an zu tippen; die Zeit läuft ab dem ersten Anschlag.
- Lesen Sie am Ende WPM, Roh-WPM und Genauigkeit ab. Nutzen Sie für den Fortschritt immer denselben Modus; 60 Sekunden sind ein guter Standard.
Reagieren einzelne Tasten nicht oder erscheint ein Buchstabe doppelt, prüfen Sie Ihre Hardware mit dem Tastaturtest, bevor Sie es auf Ihre Finger schieben.
So tippen Sie schneller
- Langsamer für mehr Genauigkeit. Jeder Fehler kostet Zeit fürs Bemerken, Löschen und neu Tippen. Steigern Sie das Tempo erst, wenn die Genauigkeit dauerhaft hoch ist.
- Lernen Sie das Zehnfingersystem. Finger auf der Grundreihe (ASDF und JKLÖ) und nicht mehr auf die Tastatur schauen. Am Anfang kann es sich langsamer anfühlen.
- Wenig, aber oft üben. Kurze tägliche Einheiten hält man leichter durch als eine lange Sitzung pro Woche. Ein Timer hilft, die Einheiten kurz zu halten.
- Echte Texte tippen. Wer einen Absatz aus einem Buch oder den eigenen Notizen abtippt, übt die Wörter, die er wirklich benutzt. Der Wortzähler zeigt, wie lang der getippte Text ist.
- Auf die Haltung achten. Handgelenke gerade, Bildschirm auf Augenhöhe, Tastatur so nah, dass die Ellbogen locker bleiben.